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Herrenriegenausflug nach Wien

Reisedatum: 15. bis 17. Juli 2011

Wien ist über Jahrhunderte von den Habsburgern dominiert und geprägt worden und war in dieser Zeit auch Hauptstadt des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Entspechend zahlreich sind die Sehenswürdigkeiten aus dieser Zeit. Wien ist aber auch seit neuerer Zeit eine Weltstadt mit internationalen Institutionen und damit auch Kongreßstadt. Man bräuchte an sich wesentlich mehr Zeit um all die Sehenswürdigkeiten in sich aufnehmen zu können. So eine Kurzreise, wie sie von uns durchgeführt wurde, kann aber erste Eindrücke vermitteln, die mit weiteren Besuchen intensiviert werden können. Wien ist jedenfalls eine oder mehrere Reisen wert.

 

Freitag, den 15.7.

Unser Sportsfreund Gustl Wührer stellte für den Ausflug wieder seinen Omnibus samt Chauffeur Adi zur Verfügung und wir reisten um 13.45 Uhr von unserer Turnhalle ab.

Unterwegs hielten wir an einer Autobahnraststätte um unsere obligatorische Brotzeit, vom Riegenführer Horst organisiert, einzunehmen.

Problemlos hat uns Busfahrer Adi mit Unterstützung seines Navi zu unserem Viersternehotel Novotel, am Rande der Altstadt,  geleitet; Ankunftszeit war 19.30 Uhr.

Nach dem Zimmerbezug haben wir uns sodann gleich zu unserer ersten Sehenswürdigkeit, dem Vergnügungsviertel Prater mit seinem weithin sichtbaren Riesenrad begeben. So vielfältig wie die Unterhaltung im Wiener Prater sind auch die kulinarischen Möglickeiten, die sich hier bieten. An den zahlreichen Fahrgeschäften vorbei erreichten wir das legendäre Schweizer Haus, eine Restauration mit einem riesigen Garten, in dem wir uns bei guter Bewirtung einen gemütlichen Abend machen konnten. Einige Teilnehmer haben auch danach die Fahrgeschäfte aufgesucht und sich abenteuerliche Überschläge zugetraut.

 

Samstag, den 16.7.

Nach dem reichhaltigen Frühstücksbuffet trafen wir mit unserer Fremdenführerin Renate Bauer im Hotel zusammen. Sie hat uns zunächst mit unserem Bus die Highlights an der Ringstraße, die um die Altstadt gelegen ist, bekanntgemacht. Danach haben wir zu Fuß die Altstadt aufgesucht und den Stephansdom und die Hofburg erkundet. Wegen des am Nachmittag durchgeführten Requiems für den Verstorbenen Otto von Habsburg war der Stephansdom für eine Besichtigung des Innenraumes nicht freigegeben.

Danach suchten wir die am östlichen Stadtrand gelegene Stadt der Toten, dem Wiener Zentralfriedhof auf. Hier konnten wir Wiens älteste Jugendstilkirche besichtigen und auch die Grabstätten von Mozart und Beethoven und der Mitglieder der Straußfamilie und anderer bedeutenden Personen aus Kunst und Politik.

Die Führung endete nach einer Fahrt in die Innenstadt auf dem Naschmarkt, der zwischen dem Karlsplatz und der Kettenbrückengasse gelegen ist. Der Naschmarkt ist der bekannteste Markt in Wien und sorgt mit rund 120 Marktständen und Lokalen für ein buntes kulinarisches Angebot. Er hat sich zum Treffpunkt für Jung und Alt entwickelt. Der anschließende Flohmarkt am Samstag ist bereits Kult. Hier konnten wir uns an diversen Bewirtungsstätten durch ein Mittagessen wieder stärken.

Der Nachmittag stand den Teilnehmern zur freien Verfügung um evtl. Gesehenes näher zu erkunden oder auch die traditionellen Kaffehäuser kennenzulernen. Interessant war auch die Beisetzungsfeierlichkeit von Otto von Habsburg.

Am Abend war dann ein Besuch eines Heurigenlokales von Werner Welser in Heiligenstadt angesagt. Der Ortsteil ist auch bekann durch das sog. Heiligenstädter Testament. Ein Brief von Ludwig von Beethoven an seine Brüder, in dem er in bitterer Selbsterkenntnis seine beginnende Taubheit beklagt.

Beim Werner Welser haben wir in einem typischen Heurigenambiente im Garten beim Heurigen und einem opulenten Buffet sowie musikalischer Unterhaltung einen gemütlichen Abend verbracht.

 

Sonntag, den 17.7.

Unsere Fremdenführerin begleitete uns zunächst zum Schloss Belvedere, dem Sommersitz von Prinz Eugen von Savoyen (der Retter Wiens gegen die Türken). Das eindrucksvolle barocke Schloss und seines weitläufigen Gartens waren jedenfalls einen Besuch wert.

Danach fuhren wir zur Hauptseheswürdigkeit Wiens, dem Schloss Schönbrunn. Es fungierte als Sommerresidenz des Kaiserhauses. Die barocke Anlage lockt mit zauberhafter Parklandschaft, Palmenhaus, Gloriette und einem Tiergarten. Das Schloss hat 1.441 Räume, von denen 45 besichtigt werden können. Hier gingen schon Kaiserin Maria Theresia, Napoleon oder Franz Joseph I und natürlich die Kaiserin Sissi ein und aus.

Nach Abschluss der Führung konnten wir uns noch im Schönbrunner Stöckl bei Wiener Küche stärken und anschließend traten wir bei 32 Grad schönem Wetter die Heimreise an. Zuhause um 19.30 Uhr angekommen regnete es und die Temperatur lag bei 14 Grad. 

Günther Schmid