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Herrenriegenausflug nach Strobl am Wolfgangsee

Reisedatum: 06. bis 08. Juli 2012

Als Reiseziel haben wir uns vom 6. Juli bis 8. Juli 2012 das seeenreiche und mit einer eindrucksvollen Berglandschaft ausgestattete Salzkammergut und hier speziell den Wolfgangsee ausgesucht. Zwischen St. Gilgen, St. Wolfgang und Strobl liegt der malerische Wolfgangsee. Die Schönheit und Unbeschwertheit des Lebens wurde im bekannten Singspiel "Im Weisse Rössl" viel besungen. Auch heute noch liegt der Zauber der Sommerfrische über dem See.

 

Freitag, den 06.07.

Am Freitag traten wir unseren Ausflug von unserer Turnhalle aus wiederum mit dem Wührerbus und Chauffeur Adi und mit einigen Rädern im Anhänger an. Gegen 17 Uhr haben wir unser Hotel Stroberhof in Strobl erreicht und sodann unsere Zimmer bezogen. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase sind wir dann mit dem Bus zur Postalm aufgebrochen. Die Postalm ist das grösste zusammenhängende Almgebiet Österreichs und das zweitgrößte Europas. Sie ist ein Paradies sowohl für Wanderer und Naturliebhaber als auch im Winter ein ideales Winterskigebiet. Zahlreiche Hütten laden die Gäste zur Einkehr ein. Auch wir haben uns eine Hütte, und zwar die Strobler Hütte zu einem urigen Hüttenabend mit Abendessen und musikalischer Unterhaltung durch die Volksmusikerin Andrea ausgewählt. Nach dem zünftigen Beisammensein haben wir die Rückfahrt zu unserem Hotel angetreten.

 

 

Samstag, den 07.07.

Am nächsten Morgen stand uns nach dem Frühstücksbüffet ein umfangreiches Tagesprogramm bevor. Der angekündigte sonnige Tag stellte sich jedoch noch nicht ein und so fuhren wir bei dichter Bewölkung mit dem Schiff nach St. Wolfgang.  An der Schiffsanlegestelle angekommen befand sich gegenüber die Talstation der Zahnradbahn auf den Schafberg. Die Zahnradbahn wurde im Jahre 1893 erbaut und führt auf den 1783 m hohen Gipfel des Schafberges. Sie muss dabei ca. 1200 m Höhenunterschied überwinden. Wir fuhren mit der Bahn die eindrucksvolle Strecke auf den Berg in der Hoffnung, dass uns am Ziel Sonnenschein empfangen wird. Oben angelangt herrschte dagegen dichter Nebel und wir waren natürlich enttäuscht, dass wir nicht den erwarteten herrlichen Rundumblick genießen konnten. Ein Teil der Teilnehmer kehrte in die Almhütte und ein anderer Teil im Hotel ein und wir beschlossen eine Stunde früher wieder die Rückfahrt anzutreten. Als wir in St. Wolfgang angelangt sind waren hier Festivitäten für eine an diesem Wochenende stattfindende Wasserflugzeugschau aufgebaut. Hier konnten wir uns zu Mittag gut verpflegen. Aber zunächst besichtigten wir die Altstadt von St. Wolfgang insbesondere das bekannte Hotel Weisses Rössl und vor allem die frühere Wallfahrtskirche mit seinen bedeutenden künstlerischen Einrichtungen. Im 15. und 16. Jahrhundert war St. Wolfgang die viertgrößte Pilgerstätte seiner Zeit, nach Rom, Aachen und Einsiedeln. Kunsthistorisch bedeutend sind der mächtige Flügelaltar Michael Pachers, der prachtvolle Barockaltar von Thomas Schwanthaler mit den Reliquien des Hl. Wolfgang, sowie der Schmerzensmann und die Kanzel des großen Barockbildhauers Meinrad Guggenbichler. Als angenehm wird empfunden, dass der Ortskern verkehrsberuhigt ist, da er durch einen 700 m langen Tunnel unter den Kalvarienberg umfahren wird. Nach den Besichtigungen traten wir wieder die Rückfahrt nach Strobl an.

Nach einer kurzen Pause setzten wir unsere Reise fort und zwar nach Bad Ischl. Dort angekommen machten wir zunächst eine Rundfahrt mit dem Kaiserzug zu den schönsten Plätzen, durch romantische Gassen und zu allen Sehenswürdigkeiten der Stadt. Die Endstation war die Kaiservilla, wo sich eine Besichtigung dieser Sommerresidenz anschloss. Über Jahrzehnt wurde hier europäische Geschichte geschrieben. Sechs Jahrzehnte lang verbrachte Kaiser Franz Josef I. und Kaiserin Elisabeth (Sissi) mit ihrer Familie zumindest die Sommermonate in der Kaiservilla. Der Kaiser löste hier mit der Kriegserklärung an Serbien im Jahre 1914 den 1. Weltkrieg aus und legte hier seine Beweggründe im Manifest mit dem Titel "An meine Völker" dar.

Die anschließende Freizeit nutzten viele bei der Rundfahrt gesehene Objekte noch näher zu betrachten, auch das legendäre Cafe Zauner gehörte dazu. Ebenso konten die Oldtimerfans ihr Hoppy fröhnen, denn es fand eine öffentliche Präsentation von zahlreichen Oldtimerfahrzeugen statt.

Auf der Heimfahrt machten wir in dem gut ausgestatteten und geführten Gasthof Zur Wacht Einkehr, bevor wir wieder unser Hotel Stroblerhof ansteuerten.

 

 

Sonntag, den 08.07.

Am nächsten strahlenden Sonnentag (8.7.) teilten sich die Teilnehmer in zwei Gruppen, nämlich in Busfahrer und Radfahrer. Die Radfahrer hatten als Ziel auf dem Salzkammergutradweg die Stadt Salzburg anzusteuern. Die Busfahrer fuhren bis St. Gilgen und benutzten die Seilbahn in einer 16-minütigen Fahrt auf das 1522 m hohe Zwölferhorn. Bei dem sonnenklarem Wetter war eine herrliche Aussicht in die umliegenden Berge gegeben, auch auf den Schafberg, der sich am Vortag so nebelig einhüllte. Auf den gut angelegten Panorama- und Themenwegen sind schöne Wanderungen möglich. Gaststätten und Hütten laden ein zum Rastmachen. Bevor ein Sturm und Regenschauer ankam, gelang der Gruppe noch die Seilbahnabfahrt mit der anschließenden Fahrt nach Salzburg zu dem im Süden von Salzburg gelegenen Lustschloss Hellbrunn mit seinen Wasserspielen. Hier trafen auch die Radfahrer wieder auf die Gruppe so dass eine gemeinsame Besichtigung der Anlage folgte. Der Bau des Lustschlosses wurde von dem Salzburger Fürsterzbischof Markus Sittikus veranlasst. Wasser wurde von Anfang an zum bestimmenden Gestaltungselement des Schlosses. Hier kann man heute in nahezu unveränderter Form das erleben, was die Erzbischöfe einst so erfreute: geheimnisvolle, mystische Grotten, wasserbetriebene Figurenspiele und tückische Spritzbrunnen an allen Ecken und Enden des Schlosses. Hier wurde der Gast einem ständigen Wechsel von Licht und Schatten, von Schrecken und Heiterkeit ausgesetzt. In den seltensten Fällen diente Hellbrunn als erzbischöfliche Residenz. Mit den prunkvollen Sälen des Schlosses, den zauberhaften Gartenanlagen und einzigartigen Wasserspielen war das Schloss von Anfang an ein Ort der großen Feier- und Festlichkeiten, der üppigen Spektakel und der kulturellen Höhepunkte.

Entsprechend mehr oder weniger durchnässt verließen auch wir die Wasserspiele, um uns der inneren Anfeuchtung unseres Körpers zuzuwenden, denn als Abschluss steuerten wir den herrlich durch Kastanienbäumen beschatteten Biergarten der Augustinerbräu in Salzburg am Fuße des Mönchsbergs an. Hier ließen wir unseren Ausflug ausklingen, bis wir dann etwas verspätet die Heimreise antraten und um ca. 22 Uhr in Miesbach angelangten.

Ein rundum abwechslungsreicher, schöner Ausflug war zu Ende.

 

Günther Schmid