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Herrenriegenausflug 2014 nach Deutschnofen / Südtirol

Reisedatum: 11. bis 13. Juli 2014

Der Herrenriegenausflug sollte diesmal, auf vielfachen Wunsch, unbedingt wieder nach Südtirol führen. Im Oktober 1970 fand der erste Ausflug der Riege statt. Bis 2014 wurden 41 Ausflüge unternommen. Davon 14mal Südtirol. Der erste Ausflug nach Südtirol war bereits im Oktober 1975 und im Jahr 2001 der letzte, davon siebenmal das Gebiet um  Welschnofen.

2014 war unser Ziel Deutschnofen (BZ) im Eggental und somit der 15te Ausflug der Herrenriege nach Südtirol.

Von Deutschnofen aus hatten wir zwei Unternehmungen geplant. Einmal über den Karrer Pass und Karrer See zum Rosengarten und über das Lavazè Joch und Jochgrimm zum Weißhorn.

Bedanken möchten wir uns bei unseren Riegenmitgliedern Heinrich Friedl, der die Vorausfahrt übernommen hatte, beim Gustl Wührer, er stellte auch dieses Jahr seinen Bus wieder zur Verfügung.  Danke auch an unseren bewährten Busfahrer, Adolf Deml

 

Freitag, den 11.07.

Abfahrt 14:00 Uhr war an der TV Turnhalle geplant.

Alle Teilnehmer waren diesmal so überpünktlich, dass wir sogar ein paar Minuten eher losfahren konnten.

27 Riegenmitglieder nahmen am diesjährigen Ausflug teil.

Es lagen ca. 4 Stunden Fahrt vor uns. Dies machte unterwegs einen Brotzeitstopp unumgänglich.

Wir fuhren über den Achensee nach Innsbruck zum Brenner und hielten dann am Rastplatz Nößlach für unsere vorgesehene Rast. Hier gab es dann die versprochene Brotzeit, traditionell natürlich die Knacker mit Senf, Brezen und Getränke. Für diesen  kulinarischen Höhepunkt und die sensible Auswahl der Produkte sorgte  Günter Riegel. Vielen Dank dafür.

 

Frisch gestärkt und erleichtert setzten wir unsere Fahrt in Richtung Südtirol fort und verließen an der Ausfahrt Bozen Nord die Autobahn und  weiter ging es über das Eggental nach Deutschnofen.

Gegen 18 Uhr kamen wir dort an. Untergebracht waren wir im Hotel Regglbergerhof (1357m) für zwei Nächte mit Halbpension. Empfangen wurden wir hier von der Familie Herbst, die dieses Hotel betreibt.

Nach dem Abendessen saßen wir noch gemütlich zusammen und waren zudem stets über die Fußballereignisse informiert die an einem großen Fernseher verfolgt werden konnten. Es war nämlich das letzte und entscheidende Wochenende der Fußballweltmeisterschaft in Brasilien.

 

Der Wetterbreicht für Samstag sagte nur teilweise schönes Wetter voraus. Bis zum Nachmittag Sonne und teilweise bewölkt, dann Regen. Dies traf zum Teil zu, denn so gegen 14 Uhr hatte es mal kurz gegraupelt und geregnet danach war es wieder ein angenehmes Wanderklima.

 

Samstag, den 12.07.

Nach einem reichhaltigen Frühstück starteten wir  gut ausgerüstet um 8:30 Uhr in Richtung Rosengarten, Fahrzeit ca. 45 Minuten. Der Weg führte durch Welschnofen über den Karrer Pass vorbei am Karrersee zur Paolina-Sesselliftstation (1622m). Mit dem 4er Sessel fuhren wir alle zur Paolina-Hütte-Rosengarten (2125m)

Hier oben wurden die einzelnen Gruppen mit Teilnehmerlisten aufgeteilt. Je nach Kondition, Lust und Laune hatten sich bereits einige am Vortag im Hotel in die z. T. vorgeschlagenen Touren eingetragen, manche entschieden sich erst vor Ort.

So bildeten sich 4 Gruppen.

 

Eine kleine Gruppe (die sogenannte Eisschlecker-Gruppe) blieb auf der Paolina Hütte (2125m) und genoss den herrlichen Ausblick der sich hier bot mit Blick auf den  Latemar mit z.T. über 2800m Höhe und das herrliche Panorama.

 

Zwei Wandergruppen verteilten sich in den vorgeschlagenen Touren von ca. 3 Stunden.

Diese waren der Weg von der Paolina Hütte (2125m) über das Christomannos Denkmal (2349m), einem Bronze Adler, zur Rotwandhütte (2282m) und zurück zur Paolina Hütte Liftstation bzw. und/oder über den Hirzelweg zur Kölner Hütte, auch Rosengartenhütte genannt, (2337m) und mit dem Laurin2 Sessellift mit Ausstieg an der Zwischenstation (1743m).

 

Es zeichnete sich schon am Vorabend, hinter vorgehaltener Hand ab,  dass eine kleine Anzahl eine Extra-Tour plant. Es fanden sich dann 8 Teilnehmer zusammen die etwas höher hinaus wollten.

Diese Seilschaft bewegte sich von der Paolina Hütte (2125m) auf dem Hirzelweg in Richtung Norden  zur  Kölner Hütte. Auf halbem Wege zweigte die Gruppe dann nach Osten ab. Dabei überquerten sie über einen Klettersteig, zum Teil Geröllfelder und kleine Schneefelder, den Vajolonpass, eine Scharte auf 2560m Höhe. Auf der Ostseite des Rosengartens ging es wieder bergab zur Rotwandhütte (2282m). Dort wurde die verdiente Rast eingelegt. Hier bot sich ein herrlicher Ausblick. Leider hatte der Wetterbericht wieder mal Recht, es setzte nämlich zwischendurch der angesagte Regen ein. Nach dem kurzen Regen-und Graupelschauergastspiel ging die Tour weiter nach Süden über das Christomannos Denkmal wieder zurück zum Ausgangspunkt Paolina Hütte und mit dem Sessellift zur Paolina Talstation.

Bei dieser 5 stündigen Tour wurden ca. 800 Höhenmeter überwunden.

 

Der Plan war,  Treffpunkt für alle bis ca. 15 Uhr, im Alpengasthof Jolanda (1840m).

Unser Busfahrer holte die Gruppen am Paolinalift und am Laurin2-Lift wieder ab und brachte uns zum Alpengasthof Jolanda.

Es waren alle Gruppen pünktlich eingetroffen. Es gab keine Probleme bei den Wanderungen und jeder kam ohne Blessuren wieder heil zurück.

Im Alpengasthof stärkten wir uns in lustiger stimmungsvoller Atmosphäre. Es gab einiges zu erzählen und der herrliche Blick auf das Rosengartenmassiv gab das Seine noch dazu.

Am Spätnachmittag fuhren wir wieder zum Hotel nach Deutschnofen zurück.

An diesem Abend mussten wir schon wieder packen, denn am nächsten Tag war Abreisetag.

 

 

Am Sonntag, den 13.07.2014

waren wir um 8:30 Uhr  startklar mit dem Ziel Weißhorn (2313m) und Gurndinalm (1954m).

Der Wetterbericht war für heute nicht besonders gut. Bewölkt und zwischendurch etwas Sonne und ab Mittag Regen.  Regensachen waren also erforderlich.

 

Von Deutschnofen ging es über das Lavazè-Joch (1830m) zum Parkplatz Jochgrimm, Fahrzeit ca. 45 Minuten.

Der Parkplatz Jochgrimm (1995m) eine Art Hochebene, befindet sich genau zwischendem Schwarzhorn (2439m) und dem Weißhorn (2313m). Beide ‚Hörner‘ zum Greifen nah.

Beim Ausstieg formierten sich zwei Gruppen. Treffpunkt für beide Gruppen war die Gurndinalm um ca. 12 Uhr.

Die Bergsteigergruppe, 12 Mann, machten sich auf den Weg zum Weißhorn. Der Weg führte über eine Wiesenhochfläche, dann weiter durch ein Latschenfeld und schließlich über das helle Gestein aus weißem Dolomit bis zum Gipfelkreuz. Der Aufstieg dauerte ca. 1,5 Stunden. Vom Gipfel aus hat man bei klarem Wetter den schönsten 360° Panoramablick von Südtirol. Manchmal konnte man kurz durch Wolkenlücken erahnen was für ein herrlicher Blick vom Gipfel möglich gewesen wäre. Beim Abstieg, ca. 1 Stunde, zur Gurndinalm war es teilweise sehr bewölkt.

15 Mann entschieden sich spontan für  den ca. 30-minütigen Marsch zur Gurndinalm. Dieser feste und fast ebene Weg führte durch bunte Bergwiesen und teilweise boten sich schöne Sichtabschnitte von der umliegenden Bergwelt.

Auf der Gurndinalm ließen wir uns gemütlich nieder und genossen die Ruhe. Der Südtiroler Speck war ein kleiner Aperitif vor der Mittagszeit. Leider kam die Sonne nur etwas spärlich durch und es wurde dann fast etwas frisch. Zum Glück hatten wir in der Gurndinalm für Mittag Plätze reserviert, inzwischen traf die Weißhorn-Bergsteigergruppe ein, und der Hauptraum der Hütte war mit der Herrenriege voll belegt.

Das gemeinsame Mittagessen verlief in bester Stimmung.

 

Ein Renner waren die Strauben, eine Südtiroler Tradition und Spezialität. Die herrlich knusprige und süße Nachspeise.

Es wird zubereitet, indem flüssiger Teig – bestehend aus Mehl, Butter, Milch, Eiern und Zucker – durch einen Trichter spiralenförmig in eine Pfanne mit siedendem Öl eingelassen und ausgebacken wird. Nach dem Abtropfen werden die Strauben mit Puderzucker bestreut und oft mit Preiselbeermarmelade serviert; sie werden noch warm gegessen.

Einige waren davon so angetan, dass sie in der Küche bei der Zubereitung der Köchin  über die Schulter geschaut haben.

 

Wir gingen dann gemeinsam zurück zum Bus. Ein paar hundert Meter vor dem Bus fing es dann kräftig an zu regnen. Der Wetterbericht hatte leider wieder mal  Recht.  Es war auch egal, denn wir traten sowieso die Heimreise an. Um 14 Uhr fuhren wir wieder in Richtung Heimat. Die Rückfahrt war  wegen der Fußball WM früher geplant, weil Deutschland im Endspiel war.

 

Am Brenner legten wir noch einen kurzen und notwendigen  Stopp  an der Raststätte Plessi-Museum ein.

Ganz in der Nähe der früheren Autobahn-Zoll-Station zwischen Italien und Österreich steht heute das neue, innovative Gebäude: das Plessi-Museum. Reisende staunen nicht schlecht, denn dieser neue Gebäudekomplex ist zugleich auch Raststation. Das moderne Gebäude wurde von Ingenieur Carlo Costa entworfen. Im Museum befinden sich Kunstwerke des italienischen Künstlers Fabrizio Plessi. So hat sein großes, für die Expo 2000 in Hannover entworfenes Werk, hier auf Dauer sein Zuhause gefunden.

Gestaltet von Fabrizio Plessi, bietet die Ausstellung Video-Installationen, Skulpturen und graphisch-malerische Werke. Der Künstler hat außerdem die Räume gestaltet: zu diesem Anlass hat er Tische, Sitzgelegenheiten, Arbeitstische und Regale aus COR-TEN Stahl entworfen.

Wer den Brenner überquert, sollte am Plessi-Museum eine Rast einlegen. Ein Besuch lohnt sich.

Wir stellten uns vor dem Plessi-Museum zum Schluss noch alle für ein Gruppenbild auf.

 

Gegen 18 Uhr waren wir wieder zurück in Miesbach an der Turnhalle und wir konnten uns in Ruhe auf das WM-Endspiel, Deutschland-Argentinien um 21 Uhr, vorbereiten. Deutschland gewann in der Verlängerung mit 1:0 und wurde Fußball-Weltmeister 2014.

Es war wieder einmal ein schöner, geselliger und erlebnisreicher Herrenriegenausflug. Die Vernunft und das verantwortungsvolle Handeln jedes einzelnen, besonders bei den Bergtouren, hatte den Erfolg, dass jeder gesund und ohne Schaden wieder nach Hause kam.

 

Wir bedanken uns nochmal beim Gustl Wührer für die Bereitstellung seines Busses;

dem Busfahrer Adolf Deml, der uns in gewohnter und verlässlicher Weise wieder gut nach Hause brachte;

und allen die dazu beigetragen haben, dass der Herrenriegenausflug wieder ein voller Erfolg wurde.

 

Armin Bischof