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Herrenriegenausflug nach Augsburg / Friedberg

Reisedatum: 12. bis 14. Juli 2013

Wie jedes Jahr im Juli wurde diesmal für 2013 als Ziel unseres Ausflugs Augsburg gewählt.

Unser Turnkamerad Gustl Wührer stellte seinen Bus auch dieses Jahr wieder für unseren Ausflug zur Verfügung. Herzlichen Dank dafür. Ein Dank gilt auch unserem Busfahrer, Adolf Deml.

Von Miesbach aus sind das ca. 130 km, Fahrzeit ca. 2 Std. Wir waren heuer 21 Teilnehmer. Davon hatten 8 Ihre Fahrräder mitgenommen. Am Sonntag war nämlich für die Radlfahrer eine Radtour vom Hotel nach Friedberg geplant.

 

Freitag, den 12.07.

Abfahrt 14:00 Uhr an der TV Turnhalle.

Ankunft in Augsburg am  Parkplatz Plärrergelände  ca. 16 Uhr. Weil wir mit dem Bus nicht in die Innenstadt bzw. zum Hotel fahren konnten, gingen wir wie folgt vor:

  • Die Radlfahrer fahren mit ihren Rädern zum Hotel, dort steht einabschließbarer Fahrradkeller während unseres Hotelaufenthaltes kostenlos zur Verfügung;
  • Alle Nichtradlfahrer und das Gepäck wurden, mit von uns organisierten Taxen, zum Hotel gefahren.

Untergebracht waren wir im Dom Hotel, Frauentorstr.8, 86152 Augsburg. Hier erwartete uns ein Schwimmbad, Sauna und Fitnessraum, Getränke in der Minibar und ein reichhaltiges Frühstücksbuffet. Unsere Vorhaben am Freitag und Samstag konnten wir alles zu Fuß erreichen, so daß wir den Bus erst wieder am Sonntag in Anspruch nehmen mussten.

Der erste Anlaufpunkt am Abend war eine Institution in Augsburg, die Augsburger Kahnfahrt in der Riedlerstrasse. Ein Familienbetrieb mit Tradition. Seit 130 Jahren ist die Kahnfahrt ein beliebtes Ausflugsziel. Idyllisch liegt sie da, die Kahnfahrt am Stadtgraben. Das Wasser gluckst, die Boote wiegen sich im Wasser. Nach einer guten Brotzeit noch eine gemütliche Runde mit einem Ruder- oder Tretboot, da bleibt man fit! Einige machten auch Gebrauch davon. Für alle "Kapitäne" gab es auch Elektroboote zum Ausleihen.

Es war ein sehr gelungener Auftakt am ersten Abend.

 

 

Samstag, den 13.07.

Die schönen und ruhigen Zimmer im Domhotel  sorgten dafür, dass wir ausgeruht, entspannt und gut gelaunt das schöne Frühstücksbuffet genießen konnten. Weil das Wetter auch noch passte, gingen die meisten in den idyllischen Garten, wo Kastanienbäume für eine angenehme Atmosphäre sorgten und wir einen ungestörten Blick  auf die mitteralterlichen Türme des wenige Schritte entfernten Doms hatten.

Gut gestärkt gings dann los:

10:00 Uhr Stadtführung mit Herrn Xaver Deniffel, Gästeführer Augsburg und Region.

Nach der Begrüßung und eine kleine Einführung über die Sehenswürdigkeiten von Augsburg, waren wir uns schnell klar, dass es zeitlich unmöglich war alles zu besichtigen. Wir einigten uns auf folgende Punkte:

 

Der Plan am Vormittag: (ca.1,5 bis 2 Stunden)

Dom, Rathaus von außen, Maximilianmuseum Innenhof und Stadtmodell, Zeughaus und Fuggerstadtpalast.

Nach der Vormittagsführung kehrten wir im Restaurant Cisa in der Maximilianstrasse zum Mittagessen ein. Die Rast war auch notwendig  bei der hohen Temperatur an diesem Tag. Wer am Nachmittag an der zweiten Führung nicht mehr teilnehmen wollte, bekam von unserem Gästeführer ein paar Tipps und Anregungen für den Rest des Tages.

 

Der Plan am Nachmittag:  (ca. 1,5 Stunden)

Maximilianstraße, Festsaal Schaezlerpalais , St. Ulrich und Afra und zurück zum Dom.

Wir bekamen sehr viele Informationen  noch generell über Augsburg, so dass einige dann sagten, da muss ich nochmal her. Zum Abendessen gingen wir ins nahegelegene Bayerische Haus am Dom in der Johannisgasse. Fast ein Katzensprung von unserem Hotel weg.

Im historischen Baudenkmal "Schönefelder Hof" hat das "Bayerische Haus am Dom" einen geschichtsträchtigen Standort. Das bereits im Jahre 1270 urkundlich erwähnte Gebäude in seiner erhobenen Lage unmittelbar am Obstmarkt ist schon von der Fußgängerzone aus zu erblicken. Der von der Sonne verwöhnte Biergarten, drei terrassenförmige Ebenen geben den Blick über den gesamten Obstmarkt, bis hin zur Annastraße frei. Eine andere Reisegruppe die ebenfalls hier einkehrte, hatte einen Musikanten dabei.

Dieser hob zwangsläufig unsere gute Stimmung noch weiter an. Ein wiederum schöner Abend.

 

 

Sonntag, den 14.07.

Um 10:00 Uhr war die Abreise vom Hotel terminiert.

Die Radlfahrer gehen auf ihre geplante Tour nach Friedberg;

Das Fußvolk fährt mit dem Bus nach Friedberg zur „Friedberger Zeit“

 

Die Radlfahrer machten ihre Drahtesel vor dem Hotel fahrbereit und boten in ihrer Radlkluft (outfit) ein vielversprechend sportliches Vorhaben. Man sah hier gleich das es sich um einen nicht alltäglichen Sportverein handeln muss.

Die Tour war nach Friedberg geplant. Unser Stadtführer gab am Vortag noch einige Vorschläge und Möglichkeiten für eine Radl-Tour mit „Umweg“ nach Friedberg. Die Strecke sollte 45-50 km nicht überschreiten.

In Richtung Süden wurde dann die Hauptrichtung Landsberg eingeschlagen.

Für die Kreisstädter war scheinbar Augsburg eine herausfordernde Dimension, denn der Ausgang in die ländliche Region war gar nicht so leicht zu finden. Grund dafür waren Baustellen und Umleitungen.

Schließlich wurde dann nach ca. 10 km auf der B300 der geplante Radweg, der am Lech entlangführen sollte, im Gebiet Haunstetter Wald, gefunden. Auf dem Weg zum Lechstausee passierte die Gruppe einige Staustufen und machte dort die erste Verschnaufpause.

Der Drang nach Süden war ungebrochen und das nächste Ziel dann Klosterlechfeld um dort in einer Wirtschschaft  einzukehren. Leider war in diesem Ort keine Lokalität zu finden und so mußten nach ca. vier Stunden Radeln, Wirtschaftsfachleute ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen, denn der Hunger machte sich bereits bemerkbar. Nach ca. einer Stunde legte dann der TV-Achter an der Schloßwirtschaft in Untermeitingen an. Der Tag war gerettet und scheinbar wurde dabei auch vergessen daß man jetzt mit den 45 km nicht mehr ganz im Plan lag, denn der Rückweg nach Augsburg  bzw. Friedberg  stand noch bevor.

Der TV-Achter setzte sich dann wieder Richtung  Norden in Bewegung. Der Weg führte bis Königsbrunn, dann zum Lech durch die Lechauen.  Das nächste Ziel war die Wildwasseranlage bei Augsburg.

Der Eiskanal befindet sich im Naherholungsgebiet im Augsburger Stadtgebiet Hochzoll Süd, am Hochablass des Lechs. Die Wildwasser Sprint Strecke wird vom Lech abgeleitet und ist 600 m lang. Die künstliche Wildwasser-Sportanlage am Eiskanal, wurde für die Olympischen Spiele 1972 eigens für den Wildwasser- sport konzipiert. Eine Wettkampf-Strecke hat einer Länge zwischen 250 m und 300 m mit 18-25 Toren, davon 6 Aufwärtstore. Genau zu dem Zeitpunkt fand ein Kajak-Wettkampf statt und so verging schnell die eingeplante Rastdauer.

Dann gab es für die Radgruppe nur noch ein Ziel: Friedberg.

 

Das „Fußvolk“ und das Gepäck wurden wieder mit dem Taxi zum Bus am Plärrergelände zurückgebracht.

Wir fuhren dann mit dem Bus nach Friedberg  zur „Friedberger Zeit“ das sich in der Altstadt abspielte. Hier wurden wir geschichtlich und kulinarisch in diese Zeit zurückversetzt.

 In Friedberg ist in dieser Zeit mächtig was los. Es ist Friedberger Zeit , (Geschichte hautnah erleben alle 3 Jahre) ein Fest vom 12.-21.7.2013, prachtvolles historisches Treiben:  Augen-, Ohren und Gaumenschmaus in einem. Man sieht Cordonisten und Bauern, Gaukler und Artisten, Bader, Handwerker und auch jene die Friedberg Wohlstand und Ansehen brachten: die Uhrmacher.

Gruppen aus nah und fern in den Trachten und Gewändern der Zeit.

Geschmückte Barockfassaden in der historischen Altstadt mit ihren Gässchen und romantischen Winkeln ist in dieser Zeit ein touristisches Highlight für Besucher aus aller Welt.

Leider war die eingeplante Zeit viel zu kurz, denn wir hatten uns am Spätnachmittag bereits im Restaurant zur Kussmühle, etwas außerhalb von Friedberg, verabredet.

Dort traf  auch die Fahrradgruppe ( der TV-Achter ) wieder ein. Aus den geplanten 45 km wurden dann 70 km. Dies sorgte auch für einen unterhaltsamen Diskussionsstoff.

Beim gemütlichem  Ausklang und gutem Essen gab es noch viel über den erlebnisreichen Ausflug zu reden.

 

Wir bedanken uns nochmal beim Gustl Wührer für die Bereitstellung seines Busses;

dem Busfahrer Adolf Deml, der uns in gewohnter und verlässlicher Weise wieder gut nach Hause brachte;

und allen, die dazu beigetragen haben, dass der Herrenriegenausflug wieder ein voller Erfolg wurde.

 

 

Georg Schöpfer ,   Armin Bischof