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Damenriegenausflug 2015 ins Berchtesgadener Land

Reisedatum 05. Oktober 2015

 

Miesbach – Reichenhall - Berchtesgaden

Rossfeld-Panoramastrasse - Ramsau

Rohrdorf - Miesbach

 

Ausgearbeitet, Organisiert und Reiseleitung Ann Sedlmayr

 

Wie hätte es auch anders sein können - so wurden unsere Gebete vom Wettergott erhört  und wir fuhren also bei schönem Wetter mit dem Reisebus der Firma Lechner auf der A8 in  Richtung zum Königssee.

Bei Reichenhall verließen wir die Autobahn und nachdem wir noch genügend Zeit hatten besichtigten  wir vom Bus aus den Ort Reichenhall.

Genug gesehen - dann  ging es weiter Richtung Berchtesgaden durch das schöne Wimbachtal bis hin zum Königssee. Aber plötzlich begann Nebel sich breit zu machen. Jeder hoffte, dass es nur ein kurzer Abschnitt sei. Aber nichts zum Trotz fuhren wir wohlgelaunt weiter und am See angekommen merkte man schon, dass sich der Nebel lichtete und so gingen wir die 8 – 10 Minuten vom Parkplatz bis zum See und bestiegen bei kommenden Sonnenschein das Elektroboot nach St. Bartholomä welches für uns bestellt war.

Auf dem See lichtete sich der Nebel komplett und es war nur noch Kaiserwetter angesagt.

Natürlich konnten wir auch das weltberühmte Echo vom Königssee hören, denn mit seiner Trompete lockte es der Bootsführer aus der steilen Felswand.

 

 

Der Königssee mit einer Länge von 8 km, einer Tiefe von 192 m und einer Breite von 1,2 km ist er einer der kältesten Seen Deutschlands.

Auf der Überfahrt zur Insel St. Bartholomä ist man im Sommer umgeben von grünen Wäldern, smaragdgrünem Wasser und einer atemberaubenden Kulisse, bestehend aus dem Watzmann und den Berchtesgadener Alpen.

Gerade zur richtigen Zeit so ca. ½ 12 Uhr angekommen machte sich auch der Hunger langsam bemerkbar und wir machten es uns in der Gaststätte St. Bartholomä gemütlich und ließen uns das Mittagessen schmecken.

 

 

Um 1700 erbaut, diente die heutige Gaststätte St. Bartholomä den Pröbsten und Chorherren von Berchtesgaden als Jagdschloss. Prinzregent Luitpold von Bayern hielt sich gerne mit seinen Gästen zur Jagd auf der Halbinsel auf und die anschließende Einkehr in’s Jagdschlössel  rundete den Erlebnistag ab

Nach dem Essen war die Zeit zur freien Verfügung und so unternahmen  viele unserer Damen einen Spaziergang auf den wunderbar angelegten Rundweg,  oder sie saßen einfach auf einer Bank und bestaunten das gewaltige Bergmassiv des Watzmann mit Frau und Kindern und genossen die Sonne.

 

 

Die Rückfahrt mit dem Boot war für  13.45 Uhr angesagt, sodass wir  ca. um 14.30 Uhr vom Busparkplatz abfahren konnten und zur Rossfeld-Panoramastrasse aufbrechen konnten.

Wir befuhren die Südauffahrt über den Obersalzberg zur Mautstelle Süd, und weiter bis zur Scheitelstrecke (1.570 m Höhe).

Am Anfang der Scheitelstrecke legten wir eine Kaffeepause ein und so kehrten wir für eine knappe Stunde beim Ahornkaser ein und ließen uns den Kaffe und Kuchen bei strahlendem Sonnenschein schmecken.

 

 

Dann aber fuhren wir zum Höchstpunkt der Scheitelstrecke und dort erwartete uns ein herrlicher Rundblick über ein gewaltiges Bergmassiv des Hohen Göll, den Kehlstein, das Tennen- und Dachsteingebirge, den Untersberg sowie das Berchtesgadener und Salzburger Land. Die Gesamtlänge der Panoramastrasse beträgt 15,4 km.  Ein Teil der Scheitelstrecke verläuft auf der deutsch/österreichischen Grenze und ein Teil der Strasse verläuft auf österreichischem Staatsgebiet.

Die Rossfeld-Panoramastrasse wurde in den Jahren 1937 bis 1940 als östliches Ende der „Deutschen Alpenstrasse“ erbaut. Mit Kriegsbeginn wurden die Bauarbeiten vorübergehend eingestellt. 1953 wurden die Bauarbeiten systematisch weitergeführt, so dass die Rossfeld-Panoramastrasse ab 1955 durchgehend befahrbar war.

Nun fuhren wir die Nordauffahrt der Bergstrecke wieder hinunter in’s Tal und besichtigten immer noch bei Sonnenschein den sehenswerten Berchtesgadener Marktfleck.

Über 900 Jahre Geschichte prägen das Ortsbild mit seinen interessanten Sehenswürdigkeiten wie dem historischen Rokoko-Markt, den Bürgerhäusern, die Stiftskirche und dem Schloss.

 

 

Berchtesgaden – eine Stiftung der Augustiner Chorherren von 1102 – die spätere “Fürstpropstei“.

Um 700 schenkte Herzog Theodor von Bayern dem Salzburger Bischof  Rupertus 2 Almen am  Unterlauf der Ache: Gauzo und Landusa. Es ist die erste greifbare geschichtliche Mitteilung über Berchtesgaden.

Man weiss gerade, dass das riesige Waldgebiet im 10. und 11. Jhdt. zum Salzburggau gehörte. Dieses wiederum stand unter der Herrschaft der Aribonen. Der Aribone Perther soll der Namensgeber sein: Pertersgaden.

Die Augustiner rodeten die Wildnis und begannen zu bauen. 1122 konnte die Stiftskirche eingeweiht werden.

Von 1102 bis zur Säkularisation im Jahre 1803 war Berchtesgaden  eine Fürstpropstei.

1156 verlieh Friedrich Barbarossa Berchtesgaden mit der goldenen Bulle die Genehmigung, Erze und Salz abzubauen.

1810 wurde das Berchtesgadener Land nach vielen wechselnden Besitzverhältnissen endgültig Bayern zugesprochen.

Der heutige Landkreis Berchtesgadener Land geht auf 2 Gebietsreformen zurück. Bereits 1920 war dem inneren Landkreis Berchtesgaden, dem Stift Fürstprobstei zugeteilt worden. Anschließend wurde 1972 die vormals kreisfreie Stadt Bad Reichenhall und der größere, südliche Teil des aufgelösten Landkreises, der Salzachstadt Laufen zugeteilt.

Heute umfasst der Landkreis Berchtesgadener Land 840 Quadratkilometer und erstreckt sich vom Königsee bis zur Salzach in Laufen. Zentrum des Landes ist Bad Reichenhall.

 

Nachdem wir Berchtesgaden-Markt verlassen haben fuhren wir nach Rohrdorf zum Hotel  „Zur Post“  dort haben wir bei einer Abendvesper diesen herrlichen Tag ausklingen lassen.

Ankunft in Miesbach war ca.  21.30 Uhr -  es war wieder ein sehr schöner und geselliger Ausflug.

 

Ich danke den Damen für ihr großartiges Miteinander und für das Vertrauen das man mir entgegengebracht  hat.

 

Danke bis zum nächsten Mal.

 

Eure Ann